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Rennsporthistorie und Jugendträume bei Jawa-Treffen

Rennsporthistorie und Jugendträume bei Jawa-Treffen
Der Tachometer einer Jawa aus den 1970er Jahren. / Foto: Sebastian Willnow/dpa
Von: DieSachsen News
Die zweizylindrige Jawa 350 war für viele ein Jugendtraum. Heute genießt sie in Kennerkreisen Kultstatus. In Chemnitz war so manch besonderes Modell und auch eine Rarität des Rennsports zu sehen.

Die typische rote Farbe, der unverkennbare Klang des Zweizylinder-Zweitaktmotors: Insbesondere die «große» Jawa 350 war und ist für viele Sammler und Motorradfreunde ein Sehnsuchtsobjekt. Beim Jawa und CZ-Treffen sind Enthusiasten der osteuropäischen Zweiräder am Sonntag am Chemnitzer Fahrzeugmuseum zusammengekommen. Das Motorrad sei zwar nicht unbedingt selten, aber zumindest ein Statussymbol gewesen, erinnert sich Dieter Wenzel vom Chemnitzer Verein der Jawa-Freunde, der früher auch beruflich an den Maschinen geschraubt hat. Dabei war die Jawa 350 auch für ihr nicht ganz unkompliziertes Temperament bekannt: «Sie sehen ja hier, die Zylinder sind ja relativ nah zusammen. Da gab es ein Kühlungsproblem, und dort haben sie immer mal geklemmt, die Maschinen.»

Der Name «Jawa» stehe dabei mit Chemnitz in Verbindung, denn er ist eine Kombination aus dem Namen Janeček und dem Hersteller «Wanderer», der bis nach dem Ersten Weltkrieg unter anderem Motorräder in Chemnitz hergestellt hatte. Der Ingenieur František Janeček kaufte schließlich die Motorradsparte von Wanderer und gab den fortan in der damaligen Tschechoslowakei gefertigten Motorrädern den Namen «Jawa». 

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Ein besonders seltenes Exemplar hatten Maximilian Wienhold und Uwe Schneider aus Rabenstein im Gepäck. Eine 1963 gebaute reinrassige CZ-Rennmaschine. Der 73-jährige Schneider hat den Zweitakter mit 250 Kubikzentimetern Hubraum und 30 Pferdestärken bereits mehrfach zur Deutschen Meisterschaft für historische Motorräder pilotiert. Je nach Übersetzung erreiche die Maschine dabei Geschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern - etwa auf dem Nürburgring. Nachdem er den Rennhelm nun an den Nagel gehängt hat, hat er das Motorrad an seinen jüngeren Sammlerkollegen Wienhold abgegeben.

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