Die Zahl der Badetoten hat sich in Sachsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt. Zwischen Jahresbeginn und Ende Juli ertranken in den sächsischen Gewässern 13 Menschen, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach sieben Badetote.
Meiste Badetote in Seen und männlich
Die meisten Badetoten verunglückten laut der Bilanz in Seen – dort ereigneten sich sechs der 13 Fälle. Außerdem war die überwiegende Mehrzahl der Verunglückten männlich. In Sachsen waren laut der DLRG neun der Badetoten männlich, zwei weiblich und bei den anderen beiden Unfällen war das Geschlecht nicht bekannt.
Auch bundesweit waren die meisten Badetoten männlich – der DLRG zufolge über alle Altersgruppen hinweg 85 Prozent. DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte, dass leichtsinniges Verhalten – etwa in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen – zu besonders vielen Badeunfällen bei Jungen und jungen Männern führt. «Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren», sagte Vogt.