Die «Stelzenfestspiele bei Reuth» gehen neue Wege im Verhältnis von Mensch und Tier. Bei der 33. Ausgabe des Kultfestivals im Dreiländereck von Bayern, Sachsen und Thüringen können Gäste Ende Juni mit einer Kuh namens Käthe ins Gespräch kommen. Sie steht in einem Stall im benachbarten Rothenacker und ist per Echtzeit-Installation mit dem Festival verbunden, wie dessen Chef Henry Schneider vorab erzählte.
Besucher können Käthe sehen und hören. Sie hat eine Kappe mit Messpunkten auf, mit deren Hilfe ihre Hirnströme gemessen werden. Zuvor wurde eine Künstliche Intelligenz mit allem Wissenswerten über Kühe im Allgemeinen und Käthe im Speziellen gefüttert. Auf diese Weise ist Käthe ansprechbar und soll auch antworten. «Sie kann etwa sagen, wann sie geboren wurde, wie viele Kälber sie schon hatte und woher sie selbst stammt», sagte Schneider.