Manche können die Adventszeit kaum erwarten, anderen graut es schon jetzt vor den vollen Innenstädten und altbekannten Weihnachtsliedern. Fest stehe, dass viele sich nach Entschleunigung sehnten, sagt die Trendforscherin Corinna Mühlhausen. «Statt Konsum, Hektik und Jahresend-Countdown versuchen die Menschen den eigentlichen Sinn des Advents, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen», berichtet sie. Sieben Ideen, mit denen auch Adventsmuffel in und um Dresden gut durch die vorweihnachtliche Zeit kommen:
Stricken im Kino
Es ist ein Trend, der mittlerweile in vielen Städten angekommen ist und gut in die kalte Adventszeit passt. In ausgewählten Kinos können Besucherinnen und Besucher während der Filmvorstellung gemeinsam stricken. Das Licht im Kinosaal wird gedimmt, dann kann das Stricken beginnen. «Häkeln geht auch», schreibt das Programmkino Ost in Dresden auf seiner Website. Auch im Filmpalast Meißen oder in Zwickau gibt es vereinzelt solche Sondervorstellungen.
24-Tage-Ausmistkalender
Wie ein Adventskalender, nur umgekehrt: Im Internet kursiert die Idee eines Ausmistkalenders. 24 Tage lang wird jeweils ein Teil aussortiert. Statt Dinge neu zu kaufen oder zu bekommen, kann man ungenutzte Dinge wegwerfen, weiterverkaufen oder verschenken. Wer warme Winterklamotten übrig hat, kann diese für Bedürftige bei der Dresdner Obdachlosenhilfe, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) oder dem Verein Treberhilfe spenden.
Häuser anderer Religionen besuchen
Im Dezember werden auch andere religiöse Feste gefeiert. Buddhistinnen und Buddhisten begehen am 8. Dezember den Bodhi-Tag zur Erinnerung an Buddhas Erleuchtung. Am 19. Dezember wird das jesidische Fest Ida Ezi zu Ehren Gottes gefeiert und damit eine dreiwöchige Fastenzeit beendet. Am 14. Dezember beginnt das achttägige jüdische Lichterfest Chanukka. Jeden Tag wird eine weitere Kerze am Leuchter entzündet und erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem. Bei Führungen durch Gebets- oder Gotteshäuser können Interessierte darüber mehr erfahren. In der Dresdner Synagoge ist dies wegen Bauarbeiten derzeit nicht möglich.