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Musikfest bringt vergessene Komponisten zurück auf die Bühne

Musikfest bringt vergessene Komponisten zurück auf die Bühne
Im Mittelpunkt der Konzerte stehen Jubiläen von zehn mitteldeutschen Komponisten und Musikpersönlichkeiten. (Symbolbild) / Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
Von: DieSachsen News
Das Musikfest «Unerhörtes Mitteldeutschland» macht historische Klanglandschaften der Region erlebbar. Geboten werden Konzerte an historischen Spielorten.

Mit selten gespielten Werken vergessener und bekannter Komponisten erinnert das Musikfest «Unerhörtes Mitteldeutschland» an das musikalische Erbe der Region. Die 15. Auflage des Festivals findet vom 26. Juni bis 5. Juli 2026 statt.

Sechs Konzerte an sechs Orten

«Geboten werden sechs Konzerte an sechs Orten in Sachsen-Anhalt und Sachsen», sagt der künstlerische Leiter und Vorsitzende des Trägervereins «Straße der Musik», Daniel Schad. «Ziel ist es, die musikalischen Schätze Mitteldeutschlands an historisch bedeutsamen Orten wieder hörbar zu machen.» Viele der Spielstätten gehören bereits zur Kulturroute «Straße der Musik».

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Jubiläen von zehn mitteldeutschen Komponisten

Im Mittelpunkt stehen Jubiläen von zehn mitteldeutschen Komponisten und Musikpersönlichkeiten. «Die Komponisten wurden nicht vergessen, weil sie schlecht sind, sondern weil sie einfach niemand kennt», sagte Schad. Gewürdigt werden unter anderem der 350. Geburtstag von Johann Bernhard Bach und Ernst Christian Hesse, der 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann sowie der 200. Todestag von Carl Maria von Weber. Insgesamt gebe es 2026 rund 135 mitteldeutsche Komponisten-Jubilare, von denen zehn im Festivalprogramm vertreten seien.

Schirmherrin des Musikfestes ist die Musikwissenschaftlerin und Autorin Prof. Helen Geyer. Sie forscht vor allem zur Musik vom 16. bis 18. Jahrhundert und ist Herausgeberin und Projektleiterin musikhistorischer Editionen und Kulturprojekte.

Ehrenamtliche machen Musikfest möglich

Eröffnet wird das Festival am 26. Juni in der Kirche Hausneindorf. Dort musizieren der Gambist Thomas Fritzsch sowie Shalev Ad-El an Cembalo und Orgel. Weitere Konzerte führen nach Köthen, Markneukirchen, Ostrau und Halle. Das Abschlusskonzert findet am 5. Juli im KulturGut Ermlitz (Saalekreis) statt. Dort präsentiert das Gesangstrio «rosenroth» selten aufgeführte Lieder.

Nach Angaben des Vereins konnte das Festivalprogramm durch die Unterstützung von Förderern, Künstlern sowie ehrenamtlichen Helfern und Vereinen vor Ort realisiert werden. «Wir haben seit 2011 bislang Werke von 400 Komponisten aufgeführt», sagt Schad. «Insgesamt wirkten in Mitteldeutschland 3.500 Komponisten.»

«Das Musikfest besuchen jährlich rund 1.000 Menschen», sagt der Vereinsvorsitzende. Die diesjährigen Gesamtkosten bezifferte Schad auf rund 33.000 Euro.

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