Kirchen, Burgen, Villen, alte Industriebauten: Zum Tag des offenen Denkmals haben rund 700 Denkmäler in Sachsen am Sonntag für Besucher geöffnet. Darunter auch viele historische Bauten, die sonst nicht zugänglich sind. Die bundesweite Aktion stand dieses Jahr unter dem Titel «Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?».
Eröffnungsfeier in Chemnitz
Eröffnet wurde der Denkmaltag für Sachsen auf dem Gelände der früheren Sächsischen Strickmaschinenfabrik in Chemnitz, wo heute unter dem Namen «die fabrik» Büros, Gastronomie und Raum für Veranstaltungen geboten werden. Dort wurden auch Führungen angeboten und der diesjährige Kinder- und Jugenddenkmalpreis vergeben. Die Auszeichnung geht an Schüler des Lößnitzgymnasiums in Radebeul für ein Projekt über Familienschicksale im Nationalsozialismus.
«Kulturdenkmale verbinden Menschen über Zeit und Länder hinweg», erklärte Landeskonservator Alf Furkert. «Die Schüler haben gelernt, dass Denkmale zu erforschen und zu schützen bedeutet, die Geschichte, die Geschichten und den Zeitgeist an authentischen Orten der Erinnerung lebendig zu halten.» Regina Kraushaar (CDU), Ministerin für Landesentwicklung, sprach von einer beeindruckenden Arbeit der Schülerinnen und Schüler. «Unsere sächsische Erinnerungskultur wird um einen wichtigen Baustein reicher.»