Mehrere Naturlandschaften im Osten Deutschlands gehören zu den Nominierten für die Wahl zum Naturwunder 2026. Insgesamt haben die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband neun Gebiete ausgewählt. Mit den Saalfelder Feengrotten und der Moorlandschaft Alperstedter Ried liegen zwei davon in Thüringen, teilte die Sielmann Stiftung mit. Sachsen ist mit dem Zittauer Steinzoo vertreten, Sachsen-Anhalt mit der Teufelsmauer im Harz. Viele dieser Orte beeindrucken nicht nur durch ihre außergewöhnliche Schönheit, sondern sind zugleich wichtige Lebensräume für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten, hieß es.
Im Steinzoo im Zittauer Gebirge erinnern Felsformen an Tiere
Der Steinzoo im Zittauer Gebirge in Sachsen besteht aus bizarr geformten Sandsteinfelsen, die an Tiere erinnern. Über Millionen Jahre schufen Erosion und Verwitterung Formationen, die heute «Brütende Henne» oder «Schildkröte» heißen. Auf drei Rundtouren kann man Mischwälder, Bächen und Feuchtwiesen die Landschaft erkunden, die unter anderem Fischottern und Wanderfalken einen Lebensraum bietet.
Markante Felsen der Teufelsmauer im Harz
Bei der Teufelsmauer ziehen sich markante Sandsteinfelsen wie eine natürliche Mauer durch das nördliche Harzvorland. «Die rund 80 Millionen Jahre alten Formationen zählen zu den bedeutenden Geotopen Deutschlands. Nährstoffarme Böden und steile Felsbereiche bieten spezialisierten Pflanzen sowie Wanderfalken, Fledermäusen, Zauneidechsen und Schlingnattern Rückzugsräume», teilte die Stiftung mit. Gut ausgebaute Wanderwege würden weite Ausblicke auf den Harz und das Harzvorland eröffnen.