Sachsen setzt bei der Pflege von Streuobstwiesen auf zertifizierte «Pflegefachkräfte». Denn Obstbaumpfleger sind auch für den Artenschutz unerlässlich, wie die Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) mitteilte. In Ostritz erhielten jetzt weitere Absolventen einer entsprechenden Ausbildung ihre Urkunden - seit Ende 2023 sind damit insgesamt 69 Leute ausgebildet worden. Die Kurse werden von der Landesstiftung in Kooperation mit dem Internationalen Bildungszentrum (IBZ) St. Marienthal angeboten.
Nach Angaben der Stiftung ermöglicht die Qualifikation Eigentümern und Nutzern von Streuobstwiesen den Zugang zu staatlicher Förderung über die sächsische Richtlinie «Natürliches Erbe». Darüber können Einzelvorhaben zum Naturschutz und die Pflege von Obstbäumen unterstützt werden. Die LaNU empfiehlt öffentlichen und privaten Grundstücksbesitzern, die Pflege von Streuobstwiesen künftig nur noch durch zertifizierte Obstbaumpfleger ausführen zu lassen. In den Kursen wurden sie unter anderem ausgebildet, den Schnitt an jungen Obstbäumen, Bäumen im Ertragsstadium sowie an Altbäumen fachgerecht vorzunehmen.