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Gewandhaus feiert Beethoven mit Weltstars und Jazz-Formaten

Gewandhaus feiert Beethoven mit Weltstars und Jazz-Formaten
Das Gewandhaus feiert Beethoven mit Weltstars und Jazz-Formaten. (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Von: DieSachsen News
Von Lang Lang bis Jazz: Das Beethoven Festival im Gewandhaus Leipzig will Tradition und Experimente verbinden. Was das Programm für die Saison 2026/2027 bereithält.

Das Gewandhaus Leipzig stellt in seiner 246. Konzertsaison das Beethoven Festival in den Vordergrund. Anlässlich des 200. Todestages des Komponisten werde Ludwig van Beethoven nicht als Denkmal gefeiert, sondern als radikal gegenwärtiger Künstler und als lebendige Inspirationsquelle, sagte Direktor Andreas Schulz bei der Vorstellung des neuen Programms für die Spielzeit 2026/2027 in Leipzig.

Dabei treffen vom 9. bis 23. Mai 2027 Weltstars wie Lang Lang, Igor Levit, Leonidas Kavakos und Tobias Moretti auf neue Perspektiven aus Jazz, Crossover und experimentellen Formaten. Zu Beginn wird Beethovens Schauspielmusik zu Goethes «Egmont» in einer Neufassung des renommierten Autors Michael Lentz präsentiert. Vor dem Hintergrund aktueller globaler Konflikte, gesellschaftlicher Spannungen und demokratischer Bewährungsproben gewinnt dieser Stoff eine besondere Dringlichkeit, wie es weiter hieß.

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Demokratie-Wochenende und Eröffnungskonzert

Die neue Spielzeit mit 222 Veranstaltungen beginnt mit dem Demokratie-Wochenende vom 4. bis 6. September 2026 unter dem Motto «Vorzeichen lesen», das Musik und gesellschaftliche Reflexion verbindet. Das Eröffnungskonzert des Gewandhausorchesters wird von Andris Nelsons geleitet, und das Projekt «FreeƎroica» mit dem Stegreif Orchester macht Beethovens Freiheitsidee unmittelbar erfahrbar.

In der kommenden Spielzeit beteiligt sich das Gewandhaus erneut am «Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen». Dabei werde die Vielfalt jüdischen musikalischen Schaffens in den Fokus gerückt. Ein zentraler Aspekt ist die Aufführung von Hans Gáls Kantate «De profundis» am 19. September 2026. Das Werk entstand 1936 im Exil und verbindet Texte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges mit einer hochkonzentrierten, expressiven Tonsprache.

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