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Globalisierung neu gedacht

Globalisierung neu gedacht
Symbolbild Globalisierung / pixabay TheDigitalArtist
Von: Otfrid Weiss
Die neoliberale Dumping-Globalisierung scheitert weltweit. Kapital und Arbeit sind Komponenten des Wirtschaftslebens mit gegenläufigen Tendenzen. Kumuliert das Kapital ungezügelt, führt dies zum Kollaps des Systems. Soziale Marktwirtschaft heißt Kaufkraft für alle, Wohlstand für alle, damit mehr Dienstleistungen und Produkte nachgefragt werden. Es gilt, diesen Kreislauf der sozialen Marktwirtschaft global zu denken, in globale Politik umzusetzen.

Dumping-Globalisierung scheitert weltweit

Die neoliberale Dumping-Globalisierung scheitert gerade weltweit. Die Ausbeutung armer Länder und billiger Wanderarbeiter, Lohndumping und Sozialdumping im globalen Maßstab führen uns, die USA und weltweit in eine Sackgasse.

Dumping-Globalisierung hat globalen Wettbewerb um die billigsten, nicht um die besten Arbeitskräfte, Dienstleistungen und Produkte gebracht. Wohin führt die Abwärtsspirale niedrigerer Löhne und niedrigerer Preise?

Wirtschaftswachstum weltweit war das Ziel, mehr Wertschöpfung und Wirtschaftskraft für alle Länder und alle Menschen weltweit, Wohlstand weltweit für immer mehr Menschen. Stattdessen konzentriert sich wirtschaftliche Macht immer mehr.

Kumulation des Kapitals, Konzentration wirtschaftlicher Macht bei Konzernen und Kartellen kann nicht das Ziel globaler und unserer Wirtschaftspolitik sein.

Wo sich erst mal ein Kern an Kapital oder Macht gebildet hat, häuft sich immer mehr davon an. Wirtschaftspolitisch spricht man von Kartellen, Monopolen und Oligopolen.

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Wirtschaftswissenschaftlich ist anerkannt, daß Kapital und Arbeit zwei Komponenten des Wirtschaftslebens sind, die gegenläufige Tendenzen haben. Kumuliert das Kapital ungezügelt, führt dies zum Kollaps des Systems.

Globale soziale Marktwirtschaft

Wie kann man die Massen-Kaufkraft erhöhen? Wie kann man das Bruttosozialprodukt steigern? Wie können mehr Menschen weltweit mehr Dienstleistungen erbringen, mehr Produkte herstellen und mehr Mehrwert schaffen? Wie kann die Wirtschaft weltweit wieder zum Motor des Wohlstands für alle werden?

Mit der sozialen Marktwirtschaft, erweitert um ihre globale Komponente. Warum hat die CDU dieses ihr ureigenes Thema ohne Not aufgegeben und lange vernachlässigt, ist stattdessen sog. neoliberalen Staatsfreiheits-Parolen der FDP hinterhergelaufen?

Wirtschaft heißt nicht Selbstbedienung der Konzerne auf Kosten der Massen. Soziale Marktwirtschaft heißt Kaufkraft für alle, Wohlstand für alle, damit Dienstleistungen und Produkte insgesamt mehr nachgefragt werden.

Das ist Ludwig Erhards simpler Kreislauf der sozialen Marktwirtschaft. Jetzt gilt es, diesen Kreislauf der sozialen Marktwirtschaft global zu denken, in globale Politik umzusetzen. Anfangen sollten wir damit in Europa.

Zum Verfasser: Otfrid Weiss ist Assessor jur., Ministerialrat a.D. und Oberst der Reserve. Nach seiner Verwaltungslaufbahn war er 21 Jahre in der Wirtschaft tätig, davon 14 Jahre bei SAP, Microsoft, Vision Consulting und Deloitte.

Otfrid Weiss
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Otfrid Weiss

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