Viel Sonne und ein besonders windreicher Februar sorgen im ersten Halbjahr 2020 für deutlich mehr grünen Strom als im Vorjahreshalbjahr Die erneuerbaren Energien haben ihre Position im deutschen Strommix im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr deutlich ausgebaut. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 2020 etwa 138 Milliarden Kilowattstunden erneuerbarer Strom erzeugt und damit rund acht Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2019 (plus etwa 10 Milliarden kWh). Das zeigen die Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat). Damit setzt sich der Anstieg der Vorjahre weiter fort. Weil gleichzeitig aufgrund der Corona-Krise der Stromverbrauch gesunken ist, wuchs der Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Stromverbrauch deutlich und lag in den ersten sechs Monaten des Jahres erstmals bei etwa 50 Prozent – ein Anstieg um etwa sechs Prozentpunkte, nachdem der Anteil im ersten Halbjahr 2019 noch bei 44 Prozent lag.
Stromerzeugung aus Photovoltaik
Zum guten Ergebnis der erneuerbaren Energien im aktuellen Halbjahr trug auch die Stromerzeugung aus Photovoltaik (PV) mit etwa 28 Milliarden Kilowattstunden (+ 3 Milliarden Kilowattstunden) bei. Ein kräftiger Zubau neuer PV-Anlagen im Vorjahr sowie anhaltend sonniges Wetter – besonders in den Monaten April und Mai – waren hierfür verantwortlich. Die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen stieg im ersten Halbjahr 2020 in einer ähnlichen Größenordnung wie im Vorjahr um 2.245 Megawatt. Insgesamt liegt die Summe der Leistung der installierten Photovoltaikanlagen nunmehr über 51.000 Megawatt.
Stromgewinnung mit Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie
Aus Biomasse und biogenem Abfall wurde im ersten Halbjahr 2020 eine Strommenge von fast 26 Milliarden Kilowattstunden erzeugt. Aus Wasserkraft wurde mit 11 Milliarden Kilowattstunden in etwa so viel Strom erzeugt wie im Vorjahr. Die Geothermie trägt mit etwa 0,1 Milliarden Kilowattstunden weiterhin nur marginal zur Stromversorgung bei.