Vor den geplanten Arbeitsniederlegungen an den sächsischen Hochschulen im Rahmen der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder sind erneut Rufe nach besseren Bedingungen für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte laut geworden. «Studentische Beschäftigte werden vom Land bezahlt, dennoch haben sie in Sachsen keinen Tarifvertrag», erklärte die Grüne Jugend Sachsen am Sonntag in einer Mitteilung. «Dies stellt die größte Tariflücke im öffentlichen Dienst dar. Damit einher gehen prekäre Arbeitsbedingungen, wie Vergütung nach Mindestlohn und auf wenige Monate befristete Arbeitsverträge.»
Auch die Linke im sächsischen Landtag solidarisiert sich mit den Hilfskräften an den Hochschulen. «Ein solcher Tarifvertrag ist notwendig, denn der typische Arbeitsalltag ist geprägt durch viel zu geringe Bezahlung, Kettenbefristung, fehlende Mitbestimmungsrechte, unbezahlte Mehrarbeit und häufig nicht einmal Lohnfortzahlung im Krankheitsfall», erklärte die hochschulpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Anna Gorskih.