In Sachsen fehlen laut einer Studie rund 17 000 Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten und Krippen. Zwar habe sich in den vergangenen Jahren einiges getan, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung. Die aktuelle Betreuungssituation sei aber immer noch nicht kindgerecht und stelle zudem eine hohe Arbeitsbelastung für die Fachkräfte dar. Vor allem bei der Betreuung der Kleinsten schneidet Sachsen nicht gut ab.
Demnach betreute eine Vollzeitkraft mit Stand März 2018 in einer Krippe für unter Dreijährige im Schnitt 6,2 Kinder. Damit hat sich die Personalsituation im Vergleich zu 2013 (6,6 Kinder) laut Studie zwar verbessert - dennoch bildet Sachsen mit diesem Personalschlüssel bundesweit das Schlusslicht. Den sächsischen Kindergärten hingegen attestiert die Studie eine deutliche Verbesserung: War eine Erzieherin im Jahr 2013 rechnerisch für 13,5 Jungen und Mädchen zuständig, waren es im Vorjahr 12,7 Kinder.