Sachsen setzt in der bundesweiten Debatte um frühkindliche Bildung neue Akzente. Bei einem Fachkongress in Dresden soll am Vormittag ein neuer «Erziehungs- und Bildungsplan» vorgestellt werden. Dass der Freistaat Erziehung an erste Stelle setzt, kommt nicht von ungefähr. «Bildung ist ein Prozess, der auf Erziehung aufbaut. Das Bundesgesetz beschreibt den Förderauftrag in Kitas deshalb als Trias von Erziehung, Bildung und Betreuung – in dieser Reihenfolge», sagte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.
Der Minister ist überzeugt davon, dass man in der frühkindlichen Bildung noch mehr erreichen kann. Dafür seien eine verpflichtende Untersuchung Vierjähriger und ein Plan für gezieltere Förderung notwendig. Sachsen sei 2006 eines der ersten Bundesländer gewesen, das einen Bildungsplan als Grundlage für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen entwickelt und gesetzlich verankert habe. «Diesen Plan haben wir nun evaluiert und fortgeschrieben, insgesamt waren dabei über 6.500 Personen eingebunden.»