Sachsen hat nur knapp 6,5 Prozent der zur Verfügung stehenden Bundesgelder für mobile Luftreiniger an Schulen und Kitas abgerufen. Nur Rheinland-Pfalz (5 Prozent) und das Saarland (3,9 Prozent) sind noch schlechter, bundesweit liegt die Quote bei rund 22 Prozent. Das geht aus einer Bilanz zum Ende der Förderung hervor, die das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage übermittelt hat.
Danach hatten die Länder bis zum 11. August dieses Jahres knapp 43,2 Millionen der verfügbaren Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro in Anspruch genommen. Zuvor hatte der Fachdienst «Table Media» über die Abrufzahlen berichtet - allerdings über einen früheren Stand.
Bei den Zahlen, die dpa nun vorliegen, handelt es sich dem Ministerium zufolge um die endgültige Bilanz der Auszahlungen. Weitere seien nicht vorgesehen, da das Förderprogramm für mobile Luftfilter am 31. Juli dieses Jahres ausgelaufen sei. Eine Verlängerung des Programms ist den Angaben zufolge nicht geplant.
Die meisten Bundesmittel für mobile Luftfilter, gemessen an den für das jeweilige Bundesland maximal möglichen Auszahlungen, haben demnach die Länder Hamburg (mehr als 87 Prozent), Thüringen (knapp 76 Prozent) und Bremen (fast 58 Prozent) abgerufen.