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Lehrermangel sorgt für massive Unterrichtsausfälle

Lehrermangel sorgt für massive Unterrichtsausfälle
Ein Lehrer unterrichtet in einem Klassenzimmer. / Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
Von: DieSachsen News

Wegen des Lehrermangels sind Sachsens Schulen von massiven Unterrichtsausfällen betroffen. Im ersten Halbjahr des aktuellen Schuljahres seien 8,4 Prozent der Unterrichtsstunden an allgemein- und berufsbildenden Schulen ausgefallen, teilte das Kultusministerium mit. Zuerst hatte «Sächsische.de» darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge fielen sachsenweit mehr als 862 700 Unterrichtsstunden an Grund-, Ober- und Förderschulen sowie Gymnasien und Berufsschulen aus. Hinzu kommen etwa 247 300 Stunden, die in einem anderen Fach vertreten wurden. Demnach lag der Anteil ausgefallener Unterrichtsstunden im ersten Halbjahr 2019/20 noch bei 5,2 Prozent. Aufgrund der coronabedingten Schulschließungen und des Onlineunterrichts verzichtete das Kultusministerium in den darauffolgenden Jahren auf die Datenerhebung.

Den Angaben zufolge habe sich der Unterrichtsausfall in allen Schularten erhöht - an Oberschulen und Gymnasien sogar verdoppelt. Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres fanden 11,2 Prozent der Unterrichtsstunden an Oberschulen nicht statt - vor drei Jahren waren es laut Kultusministerium noch 5,2 Prozent. Auch die Ausfälle von Schulstunden an Gymnasien seien in den vergangenen drei Jahren von 4 auf 7,2 Prozent gestiegen. In Bautzen fällt derzeit sogar jede zehnte Stunde aus, hieß es.

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Am höchsten sei der Unterrichtsausfall mit 14,5 Prozent an den Förderschulen. Vor drei Jahren lag der Anteil noch bei 10,7 Prozent. Als Gründe für die Unterrichtsausfälle nannte das Kultusministerium die zahlreichen unbesetzten Lehrstellen sowie die außergewöhnliche Krankheitswelle in der Bevölkerung im Winter. Insgesamt fehlten etwa 1200 Vollzeitkräfte, um den Unterricht zu 100 Prozent abzusichern, hieß es weiter.

«Es fehlt nicht an Geld und Stellen, sondern an Köpfen», heißt es aus dem Kultusministerium. Sachsen müsse dafür sorgen, dass die Lehrerinnen und Lehrer sich auf ihr Kerngeschäft - den Unterricht - konzentrieren können. Dafür habe das Ministerium unter anderem 576 Schulassistenzstellen geschaffen. 2023 soll der Umfang auf 751 Stellen weiter anwachsen. Ziel sei es, die Lehrkräfte und Schulleitungen so zu entlasten.

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