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Geringe Betreuungslücke in Sachsen: Rund 3800 Plätze fehlen

Geringe Betreuungslücke in Sachsen: Rund 3800 Plätze fehlen
Jacken und Rucksäcke hängen in einer Kita im Flur. / Foto: Caroline Seidel/dpa/Symbolbild
Von: DieSachsen News

Trotz des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz kommen in Sachsen fast vier Prozent der Kinder unter drei Jahren nicht wie gewünscht unter. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Demnach fehlen rund 3800 Plätze in Krippen oder bei Tageseltern. Im bundesweiten Vergleich schneidet das Land jedoch als zweitbestes ab. Eine geringere Lücke wurde nur noch in Mecklenburg-Vorpommern mit 2,9 Prozent festgestellt.

Berechnungen auf Basis neuer Daten des Statistischen Bundesamts und des Bundesfamilienministeriums vom März 2022 zeigten, dass in Sachsen 3,9 Prozent der Kinder unter drei Jahren keinen Betreuungsplatz bekommen haben, obwohl deren Eltern einen suchten. Insgesamt wollen 58,6 Prozent der Eltern für ihre Kinder eine institutionelle Betreuung. Die Betreuungslücke ist dabei deutlich niedriger als im bundesweiten Durchschnitt.

In Deutschland haben Eltern von fast 300.000 Kindern unter drei Jahren keinen Betreuungsplatz gefunden, obwohl sie ihre Kleinen gern in eine Kita gebracht hätten (Stand: März 2022). Die Betreuungslücke liegt hier bei 12,7 Prozent. Obwohl es seit nunmehr zehn Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gebe, sei die Situation nach wie vor prekär, sagte Studienautor Wido Geis-Thöne. Zudem gebe es zwischen Ost und West große Unterschiede.

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Im Osten bringen demnach deutlich mehr Eltern als im Westen ihre Kleinen schon in jungen Jahren in eine Kita, gleichzeitig sei dort der Kitaausbau viel weiter fortgeschritten. Im Schnitt wünschen sich rund 61 Prozent der Eltern von Kindern unter drei in ostdeutschen Bundesländern einen Betreuungsplatz. Nur 6,6 Prozent fanden keinen.

Im Westen wollen dagegen weniger als die Hälfte der Eltern für ihr Kind in dem Alter eine Kita. In Bayern wünschen sich laut der Studie nur rund 42 Prozent, in Baden-Württemberg rund 45 Prozent einen Platz. Trotzdem ist die Betreuungslücke in Westdeutschland größer, am größten im Saarland (19,2 Prozent) und in Bremen (20,0 Prozent).

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