Wegen der Gender-Restriktionen an Schulen hat der DGB-Sachsen Kultusminister Christian Piwarz (CDU) einen Negativpreis verliehen. Der erstmals vergebene «Un-Gleichstellungspreis» solle sichtbar machen, wer besonders stark gegen die Gleichstellung arbeite und wo Ungleichheit und Diskriminierung real praktiziert würden, erklärte DGB-Vize Daniela Kolbe. An sächsischen Schulen gilt die Verwendung von Genderstern oder Binnen-Is in schriftlichen Arbeiten als Fehler. Das Ministerium verweist dabei auf das vom Rat für deutsche Rechtschreibung veröffentlichte Regelwerk.
«Das Genderverbot an sächsischen Schulen ist ein fatales Signal», sagte Claudia Maaß, Vize-Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sachsen. «Denn es bestraft eine Haltung und nicht einen unbewussten Rechtschreibfehler. Dabei gab es nie eine Notwendigkeit für dieses Verbot.»