Mit der Forderung nach einer Einführung von bezahltem Bildungsurlaub geht die neue Führung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Sachsen in ihre vierjährige Amtszeit. Die Landesregierung müsse endlich ein Bildungsfreistellungsgesetz verabschieden, forderten der neue Vorsitzende Markus Schlimbach und seine Stellvertreterin Anne Neuendorf am Samstag auf der Bezirkskonferenz in Leipzig in einer gemeinsamen Erklärung.
Im Gegensatz zu 14 anderen Bundesländern gebe es in Sachsen kein solches Gesetz. «Damit haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Freistaat nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur politischen Weiterbildung», erklärten Schlimbach und Neuendorf. Die politische Bildung im Freistaat müsse nachhaltig gestärkt werden.
Zuvor hatten die 97 Delegierten auf der Bezirkskonferenz beide in die Spitzenpositionen gewählt. Der 52 Jahre Chemnitzer bekam in geheimer Abstimmung 91 Ja-Stimmen und trat damit die Nachfolge von Iris Kloppich an, die aus Altersgründen nicht mehr für den Vorsitz im DGB Sachsen kandidiert hatte.