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Jeder Achte arbeitet in Sachsen im Handwerk

Jeder Achte arbeitet in Sachsen im Handwerk
Rund 9.500 Metallbauer arbeiten in Sachsen. (Symbolbild) / Foto: Jens Büttner/dpa
Sachsen liegt beim Anteil von Handwerkern auf den vorderen Plätzen – besonders in ländlichen Regionen ist das Handwerk stark vertreten.

Sachsen hat besonders viele Handwerker: Jeder achte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeitet in einem entsprechenden Beruf. Damit liegt der Anteil im Freistaat deutlich über dem deutschen Schnitt, wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. 

Im bundesweiten Vergleich steht Sachsen gemeinsam mit Sachsen-Anhalt (beide 11,8 Prozent) auf Platz vier. Die Liste wird von Thüringen (12,3 Prozent) angeführt, auf dem letzten Platz landet Berlin (5,9 Prozent). 

Mehr Handwerk auf dem Land

In Sachsen ist der Anteil im Landkreis Görlitz und dem Erzgebirgskreis besonders hoch. Dort arbeitet fast jeder Sechste im Handwerk. Am niedrigsten ist der Anteil in den Städten Dresden (7,7 Prozent), Leipzig (8,6 Prozent) und Chemnitz (9,6 Prozent). 

Laut Regionaldirektion ist die Wirtschaftsstruktur der Grund für die regionalen Unterschiede. Während in Großstädten größere Unternehmen und Konzerne dominieren, sind ländliche Regionen stärker von kleinen und mittelständischen Unternehmen wie Handwerksbetrieben geprägt. Unter anderem bei Bildung, öffentlichen Einrichtungen und Sozialem übernehmen die Städte außerdem eine Versorgungsfunktion für das Umland. 

Mehr als 190.000 Handwerker in Sachsen

Insgesamt verzeichnet die Regionaldirektion rund 191.700 Handwerker. Die meisten arbeiten in der Kraftfahrzeugtechnik (21.700), in der Bauelektronik (10.500) und im Metallbau (9.500). «Sachsen ist ein Handwerkerland mit langer Tradition», sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, neue Technologien und moderne Maschinen die Arbeitswelt im Handwerk und können körperliche Tätigkeiten erleichtern. Umso wichtiger sei es, die nachfolgenden Generationen für das Handwerk zu begeistern.

Zwar ist der Anteil an Handwerksberufen im Freistaat vergleichsweise hoch, die absolute Zahl nimmt den Angaben nach aber kontinuierlich ab. Hier macht sich demnach der demografische Wandel bemerkbar: Immer mehr Handwerker gehen in den Ruhestand.

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