Immer mehr junge Geflüchtete nehmen in Sachsen eine Berufsausbildung auf. Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesdirektion für Arbeit in Chemnitz auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, waren Ende des ersten Quartals des vergangenen Jahres 1045 junge Menschen aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern Afghanistan (411), Eritrea (405), Irak (71), Iran (49), Eritrea (45), Pakistan (45), Nigeria (10) und Somalia (9) als Azubi sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 431 mehr als im März 2018 und 828 mehr als 2017 zum gleichen Zeitpunkt. Damit hatte März 2019 mehr als jeder Dritte der insgesamt 2801 ausländische Azubis einen Fluchthintergrund.
«Es ist ein kräftiger Anstieg wenn auch auf niedrigem Niveau», sagte der Sprecher der Regionaldirektion, Frank Vollgold. Den Angaben zufolge hatten von 21 146 Azubis, die sich im vergangenen Jahr einen Ausbildungsplatz bemühten, 1123 einen Flüchtlingshintergrund. 397 von ihnen waren dabei erfolgreich. Vollgold sprach von einem Beweis dafür, dass die Integration in Ausbildung gelinge, auch wenn die Qualifikation wegen der erforderlichen Sprachkenntnisse etwas länger dauere.