Der Chef der Gewerkschaft IG Metall Jörg Hofmann will am Donnerstag und Freitag mit Mitarbeitern von Betrieben der Metall- und Elektroindustrie in den Landkreisen Bautzen und Görlitz ins Gespräch kommen. «Viele Industriebetriebe in Ostdeutschland gibt es nur noch, weil die Belegschaften zusammen mit Betriebsräten und Gewerkschaften dafür gekämpft haben. Die Rettung des Siemens-Standortes in Görlitz ist dafür ein Beispiel», sagte Hofmann der dpa. Die Transformation bedeute für Ostdeutschland den zweiten tiefgreifenden Umbruch innerhalb einer Generation.
«Aufgrund der Vielfältigkeit der betrieblichen Landschaft gibt es unzählige Ansätze, die Region als Blue Print für einen erfolgreichen Strukturwandel zu sehen. Wenn es gelingt die Wertschöpfungsketten in der Produktion wie im Recycling auszubauen, mit dem nötigen politischen Willen zu flankieren und verbunden mit gut tarifierten Industriearbeitsplätzen kann Ostsachsen ein Erfolgsmodell werden», sagte Jan Otto von der IG-Metall Ostsachsen. In den größten Industriebetrieben wie Borbet, Birkenstock, Daimler Accumotive oder Maja Möbelwerke konnten jüngst Betriebsräte gegründet werden.