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Sicherheit geht vor: Saisonfinale im Autocross vorzeitig beendet

Sicherheit geht vor: Saisonfinale im Autocross vorzeitig beendet
Foto: MC Oberlausitzer Bergland e.V.
Am Matschenberg sorgten spätsommerliches Wetter, volle Zuschauerränge und ein stark besetztes Starterfeld für einen spannenden Saisonabschluss. Ein schwerer Unfall überschattete jedoch die Finals und führte zum vorzeitigen Rennabbruch.

Spannung und beste Bedingungen zum Saisonfinale

Beim letzten Lauf zur Deutschen Meisterschaft im Autocross 2026 am Matschenberg herrschten an beiden Tagen ideale Bedingungen. Spätsommerliches Wetter und ein gut gefüllter Zuschauerhang sorgten für eine eindrucksvolle Kulisse, während das große Starterfeld die Erwartungen zusätzlich steigen ließ. In nahezu jeder Klasse war die Meisterschaft noch offen, was den Endlauf besonders attraktiv machte.

Bereits am Sonnabend deuteten Zeittraining und Vorläufe an, dass die lokalen Fahrer gute Chancen auf starke Ergebnisse hatten. Zwar blieben Unfälle und Unterbrechungen nicht aus, doch die meisten Fahrzeuge konnten repariert werden. Besonders Henrik Bundesmann unterstrich seine Chancen auf das Podium, während auch die Cunewalder Piloten Robert Wiedemuth und Nicky Jakob ihre Anhänger begeisterten.

Wechselhafte Ergebnisse für die regionalen Fahrer

Am Sonntag legte die Sonne noch einmal nach und verlieh dem Renntag eine besondere Atmosphäre. Sportlich verlief der Tag für einige Fahrer jedoch enttäuschend. Matthäa Diebel belegte im Mini Buggy den vierten Platz, Ian Felix Seifert blieb in der Klasse Serientouren Junioren mit Rang zehn unter seinen Möglichkeiten. Frieda Hennersdorf erreichte im Junior Buggy einen guten vierten Platz, Sarah Petschel wurde Sechste. In der Klasse der Junior Buggy bis 750 ccm kam Liam Krüger auf Platz neun, während Finn-Lukas Kaiser bei den Cross Buggy Rang acht belegte.

Auch positive Ergebnisse gab es: Alysha Beyer freute sich nach ihrem Finale in der Klasse 1a über einen starken zweiten Platz. David Jungnickel, der mit hervorragenden Vorläufen noch Hoffnungen geweckt hatte, musste sich am Ende mit Platz fünf zufriedengeben. Leon Saballa sicherte sich den Meistertitel bei den Junior Buggy – ein Erfolg, der auch in Cunewalde besonders aufmerksam verfolgt wurde.

Unfall in den Finals und vorzeitiger Abbruch

Die entscheidenden Läufe der Spezialcross Buggy bis 1600 ccm und der Superbuggys wurden schließlich von einem schweren Unfall überschattet. Nach der Bergung und der notwendigen Erstversorgung des Fahrers war es bereits so dunkel geworden, dass ein Wiederholungslauf nicht mehr möglich war. Die Verantwortlichen brachen das Rennen folgerichtig ab. Auch das Superbuggy-Finale konnte dadurch nicht mehr ausgetragen werden.

Aus sportlicher Sicht war die Entscheidung nachvollziehbar und wurde von den Fahrern mitgetragen. Sicherheit und Gesundheit haben am Matschenberg oberste Priorität. Für Henrik Bundesmann blieb damit zwar der mögliche Titelgewinn verwehrt, dennoch bedeutete die Wertung nach Startaufstellung vor dem Finale am Ende einen zweiten Platz. Nicky Jakob wurde Siebter, Torsten Zimmermann belegte bei den Superbuggys Platz sechs, Robert Wiedemuth Platz sieben.

Würdiger Abschluss mit Dank an die Helfer

Trotz des Rennabbruchs bleibt der 72. Autocross-Lauf am Matschenberg als sehenswerter und würdiger Abschluss der Saison in Erinnerung. Dem verunglückten Fahrer geht es nach aktuellen Informationen wieder besser, er konnte das Krankenhaus bereits verlassen. Ein großer Dank gilt allen Rettungskräften, dem Bergungsdienst, der Feuerwehr und den vielen Zuschauern für ihr Verständnis.

Autocross lebt von Leidenschaft, Kampfgeist und Nähe zum Publikum. Ebenso klar ist aber auch: Sicherheit und das Wohl aller Beteiligten haben immer Vorrang.