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Stimmen gegen Stamm werden lauter: Dynamo lässt erneut Punkte liegen

Dynamo Dresden und VfL Osnabrück Spieler nach einer Ecke.
Dynamo kassierte spät den 1:1 Ausgleich und holt erneut keine 3 Punkte. (Bild: David Ebener/dpa)
Dynamo Dresden kommt beim VfL Osnabrück nicht über ein 1:1 hinaus. Trotz Führung und viel Ballbesitz kassiert die SGD kurz vor Schluss den Ausgleich. Nach sieben Spieltagen stehen nur fünf Punkte zu Buche.

Dynamo Dresden verspielt Führung: Nur ein Punkt in Osnabrück

Nach der langen Länderspielpause ist Dynamo Dresden mit einem Unentschieden in den Ligaalltag zurückgekehrt. Am 7. Spieltag der 2. Bundesliga trennte sich die SGD vor rund 15.700 Zuschauern an der Bremer Brücke mit 1:1 vom VfL Osnabrück. Trotz Führung und spielerischer Vorteile reichte es für die Mannschaft von Thomas Stamm erneut nicht zum erhofften Sieg.

Überraschung in der Startelf: Grill feiert Comeback

Bereits vor dem Anpfiff sorgte die Aufstellung der Dresdner für eine Überraschung. Lennart Grill erhielt den Vorzug vor Tim Schreiber und stand nach 315 Tagen erstmals wieder in einem Pflichtspiel für den Profikader auf dem Platz.

Auch in der Defensive nahm Trainer Thomas Stamm Veränderungen vor. Nicolai Rapp rückte erstmals in dieser Saison in der 2. Bundesliga in die Innenverteidigung und bildete gemeinsam mit Friedrich Müller die Abwehrzentrale. Simon Straudi begann auf der linken Abwehrseite, während der zuletzt erkrankte Alexander Rossipal zunächst auf der Bank Platz nahm. Jonas Sterner startete rechts hinten. Im zentralen Mittelfeld durfte Tobias Raschl von Beginn an ran.

Dynamo mit mehr Ballbesitz – Hauptmann trifft zur Führung

Die Dresdner fanden gut in die Partie, mussten allerdings bereits in der vierten Minute eine erste gefährliche Situation überstehen. Robin Meißner kam für die Gastgeber zum Abschluss, doch Jonas Sterner konnte den Schuss entscheidend blocken.

Anschließend übernahm Dynamo zunehmend die Kontrolle. Wie bereits in den vergangenen Begegnungen bestimmte die SGD über weite Strecken das Spielgeschehen. Die erste größere Chance für die Gäste ergab sich in der 27. Minute: Patrice Covic kam zum Abschluss, brachte jedoch nicht genügend Druck hinter den Ball.

Zwischenzeitlich verzeichneten die Dresdner rund 75 Prozent Ballbesitz. Allerdings gelang es ihnen zunächst nur selten, daraus klare Torchancen zu entwickeln.

In der 38. Minute wurde der Aufwand schließlich belohnt. Tobias Raschl setzte Jonas Sterner mit einem sehenswerten Hackenpass in Szene. Sterner behielt den Überblick und legte im Strafraum für Niklas Hauptmann auf. Dieser ließ VfL-Keeper Krumrey keine Chance und schob zur 0:1-Führung für Dynamo ein.


Niklas Hauptmann erzielte in der 38.Minute die zwischenzeitliche 0:1 Führung. (Bild: David Ebener/dpa)

Mit diesem knappen Vorsprung ging es für die Schwarz-Gelben in die Halbzeitpause.

Osnabrück schlägt spät zurück

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL Osnabrück aktiver und versuchte, den Druck auf die Dresdner Defensive zu erhöhen. Wirklich zwingende Möglichkeiten blieben jedoch zunächst auf beiden Seiten Mangelware.

Erst in der Schlussphase wurde es gefährlicher. In der 83. Minute bekam Ex-Dynamo-Spieler Robin Meißner die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aus elf Metern allerdings an Lennart Grill. Wenig später musste der Dresdner Schlussmann erneut eingreifen, als Badjie es mit einem Distanzschuss versuchte.

In der 87. Minute war Grill dann jedoch machtlos. Konrad Faber brachte eine Flanke in den Strafraum. Wiemann verpasste den Ball, doch Fabinski stand am zweiten Pfosten völlig frei und köpfte zum 1:1 ein.

Dynamo gelang es anschließend nicht mehr, die Führung zurückzuerobern. Damit mussten sich die Dresdner trotz langer Führung mit einem Punkt zufriedengeben.

Dynamo unter Druck: Nur fünf Punkte nach sieben Spieltagen

Am Ende steht ein 1:1, das angesichts des Spielverlaufs durchaus nachvollziehbar ist. Dennoch dürfte sich Dynamo über die verpasste Gelegenheit ärgern. Erneut gelang es der SGD nicht, die eigene Führung auszubauen und die spielerischen Vorteile in einen Sieg umzumünzen.

Auch die Diskussionen um Trainer Thomas Stamm dürften angesichts der ausbleibenden Ergebnisse weiter zunehmen. Nach sieben Spieltagen stehen für Dynamo Dresden lediglich fünf Punkte zu Buche.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Schwarz-Gelben allerdings nicht. Am kommenden Sonntag wartet um 13:30 Uhr das Elb-Clásico. Gegen den Rivalen aus Magdeburg muss Dynamo eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um endlich wieder einen wichtigen Erfolg einzufahren.

(PS)