Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit. Wer aus dem Hahn trinkt, verlässt sich darauf, dass das Wasser im Boden unterwegs nicht mit Schadstoffen belastet wurde. Doch Nitrat bedroht diese Sicherheit. Es gelangt vor allem durch Düngemittel in die Böden.
Auch der Klimawandel beeinflusst, wie viel des Stoffes letztlich in Gewässer und Grundwasser gelangt. Das zeigt eine neue Studie, die im Fachmagazin Science erschienen ist. Beteiligt waren Forschende des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.
Nitrat ist Stickstoff in einer bestimmten chemischen Form. Pflanzen brauchen ihn zum Wachsen. Deshalb wird er als Dünger auf Felder ausgebracht. Was Pflanzen und Böden jedoch nicht aufnehmen, wird mit dem Wasser weggespült – in Bäche, Flüsse und schließlich ins Grundwasser, aus dem unser Trinkwasser gewonnen wird. Zu hohe Werte können Gewässer belasten und die Trinkwasseraufbereitung erschweren.