Das Reformationsjubiläum hat authentischen Orten im Schlösserland Sachsen zu mehr Aufmerksamkeit verholfen und sie wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. «Durch die Ausstellungen zum Thema ist das Interesse gewachsen», sagte ein Sprecher der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen am Dienstag in Dresden. Profitiert habe vor allem Schloss Rochlitz (Mittelsachsen), Witwensitz einer herrschaftlichen Protagonistin. Elisabeth von Rochlitz setzte in ihrem Gebiet die Reformation durch, gegen den Widerstand ihres Schwiegervaters Herzog Georg von Sachsen. Dort stieg die Resonanz vor allem bei Gruppenreisen.
Überraschend groß sei zudem das öffentliche Interesse am Zentrum der Reformation, Schloss Hartenfels in Torgau (Nordsachsen), sagte der Schlösserland-Sprecher. Die Residenz von Sachsens Kurfürsten, die die Umwälzung förderten und Luther schützten, war das politische Zentrum der Reformation. Luther weihte 1544 mit der Schlosskapelle den ersten protestantischen Kirchenbau, entworfen nach seinen Ideen.