Bei archäologischen Grabungen sind in der Laußnitzer Heide Gräber aus der Jungsteinzeit entdeckt worden. «Es handelt sich um den zweitgrößten Bestattungsplatz aus dieser Zeit in Sachsen, östlich der Elbe», teilte das Landesamt für Archäologie mit. Die zehn ausgegrabenen Hügelgräber seien im Zeitraum zwischen 2750 und 2200 vor Christus angelegt worden und würden zur «Kultur der Schnurkeramik» gehören.
Der Name stammt von der typischen Verzierung von Keramik. Mit einer zumeist gedrehten Schnur wurden umlaufende Muster in den noch feuchten Ton gedrückt, wodurch die charakteristischen Rillenmuster entstanden. Die Kultur war vom Gebiet der heutigen Ukraine bis zur Schweiz und dem Niederrhein verbreitet, hieß es.