Vertreter von Politik und Wirtschaft beraten in Zwickau über die Entwicklung in der kriselnden Automobilindustrie in Sachsen. Beim Automobildialog «Zukunftsforum» geht es den rund 100 Teilnehmern darum, gemeinsam neue Wege zu finden, um langfristig industrielle Wertschöpfung im Freistaat Sachsen zu sichern, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte.
Die sächsische Automobilindustrie habe in den vergangenen Jahren viele Herausforderungen meistern können, betonte Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) vor dem Treffen. Dazu zählten Chipmangel, die Produktion unter Pandemiebedingungen und Probleme bei den Lieferketten. Nun schmerze es besonders, dass ausgerechnet der «vorbildlich auf E-Mobilität transformierte» Standort von VW in Zwickau unter dem absehbaren Rückgang der Verbrenner-Produktion an den Traditionsstandorten leiden müsse.
Die Produktion von Elektroautos bei Volkswagen in Zwickau hatte Anfang Mai die Eine-Million-Marke geknackt. Als erster Standort im VW-Konzern werden in der Autofabrik seit November 2019 nur noch vollelektrische Fahrzeuge produziert. Damit stammt fast jedes zweite zugelassene E-Auto des Volkswagen-Konzerns aus Zwickau.