In Sachsen geben immer mehr Milchviehbetriebe auf, die Zahl der Tiere bleibt aber gleich. In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Betriebe um etwa 15 Prozent auf 1.025 zurückgegangen, wie das Landwirtschaftsministerium auf dpa-Anfrage mitteilte.
Verband: Kostendruck für Betriebe sehr hoch
Als Grund für Betriebsaufgaben nannte der Landesbauernverband die gestiegenen Kosten für Betriebsmittel, Energie und Personal. Zudem habe die Inflation die finanzielle Lage weiter verschärft, und die Landwirte stünden vor immer strengeren bürokratischen Hürden.
Hinzu komme eine mangelnde Planungssicherheit für Betriebe, hieß es vom Bauernverband. Demnach erschwerten unsichere politische Rahmenbedingungen langfristige Investitionen und strategische Entscheidungen.
Der Verband forderte weniger Bürokratie, ein klares politisches Bekenntnis zur einheimischen Tierhaltung sowie eine Stärkung der Landwirte, um faire Preise für ihre Produkte zu erzielen.