In Sachsen geht die Weinlese nach einem eher schwierigen Jahr zu Ende. «Jetzt kommt noch der Riesling, dann sind wir durch», sagte der Geschäftsführer der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen, Lutz Krüger, auf Anfrage. Voraussichtlich nach dem Wochenende kommen die letzten Trauben in den Keller und werden dann verarbeitet. Der erste Wein steht schon in den Startlöchern: Am 11. November kommt der Grünschnabel in den Handel als Vorgeschmack auf den neuen Jahrgang.
Krüger geht nach derzeitigem Stand von weniger Ertrag aus als im vergangenen Jahr. Auch insgesamt sei der Jahrgang 2021 eine Herausforderung gewesen, so Krüger. Oft sei es zu feucht und kalt gewesen - mit Auswirkungen auf Mostgewichte und Säure. Die Winzergenossenschaft gilt mit rund 1500 Winzern als größter Weinerzeuger im Freistaat.
Auf dem Weingut Schloss Proschwitz wurden die letzten Riesling-Trauben am Seußlitzer Terrassenweinberg gelesen. Durch die Umstellung auf ökologische Bewirtschaftung waren die Bedingungen ohnehin besonders. Hinzu kam das Wetter: Durch das Wechselspiel aus Nässe und Wärme habe es ein seltenes Wachstum gegeben, so Weinbergschef Björn Probst. «Sowohl der Begrünung als auch der Rebstöcke konnten wir kaum Herr werden.»