Pulsnitzer Pfefferkuchen sind durch Energiekrise und Inflation in den vergangenen beiden Jahren immer teurer geworden. Inzwischen sind drastisch gestiegene Kosten bei Schokolade der Grund dafür, dass Käufer der Traditionsware tiefer ins Portemonnaie greifen müssen.
Der Kakaopreis habe sich im Vergleich zu 2023 nahezu verdreifacht, sagt Peter Kotzsch, Innungsmeister der Pulsnitzer Pfefferküchler. Trotz höherer Preise spüre er im eigenen Betrieb bislang jedoch nichts von einem rückläufigen Geschäft. «Es läuft gut.»
Zum 20. Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt an diesem Wochenende (1. bis 3. November) rechnen Kotzsch und seine Kollegen mit einem Ansturm von kauffreudigen Besuchern. Sieben der acht Pfefferküchlereien und die ortsansässige Lebkuchenfabrik werden im Zentrum der Kleinstadt ihre Produkte anbieten. In zurückliegenden Jahren kamen schätzungsweise insgesamt rund 80.000 Menschen an den drei Markttagen.
«Wir finden es sensationell, dass die Veranstaltung so gut angenommen wird», sagt Kotzsch. Der Markt, der 2003 erstmals stattfand, sei allerdings kein Selbstläufer. «Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus und machen durchaus Werbung dafür.» In diesem Jahr hilft dabei der Schauspieler und Kabarettist Tom Pauls als Schirmherr.