Auf den Bahnstrecken in Ostsachsen und rund um Dresden könnten zukünftig batteriebetriebene Züge statt Dieselfahrzeuge zum Einsatz kommen. Das empfiehlt eine Studie im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO), die am Mittwoch in Dresden vorgestellt wurde. Das Verkehrsunternehmen ließ von Experten der TU Dresden und der TU Berlin neue Antriebstechnologien für die regionalen Bahnstrecken untersuchen, auf denen derzeit noch Dieselzüge unterwegs sind. Dafür nahmen sie etwa Wirtschaftlichkeit, Investitionskosten in neue Fahrzeuge sowie Tank- und Ladeinfrastruktur und ökologische Aspekte unter die Lupe.
«Die Untersuchungen haben gezeigt, dass perspektivisch der Einsatz von Elektrozügen auf den betrachteten Strecken am effizientesten ist und zudem das größte Potenzial zur CO2-Einsparung bietet», erläuterte Arnd Stephan von der TU Dresden die Ergebnisse. Die Kosten für die notwendigen Ladeeinrichtungen allein im Lausitzer Revier bezifferte die Studie auf rund 40,2 Millionen Euro. Zudem wären für das gesamte Dieselnetz sowie das Netz in Ostsachsen 55 neue Züge notwendig. Geschätzte Kosten: 335,5 Millionen Euro.