Sachsen möchte mit einem neuen Programm die Verkehrssicherheit auf den Straßen des Freistaates verbessern. Die «Vision Zero» bleibt für Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) dabei das Maß aller Dinge. Ziel sei es, die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten zu reduzieren und perspektivisch null Verkehrstote zu erreichen, sagte er nach der Kabinettssitzung, auf der das Konzept beschlossen wurde. Es ersetzt ein Programm von 1993. Dulig zufolge war es Zeit für Veränderungen. Es gebe inzwischen neue Verkehrsträger wie E-Scooter. Der «Kampf» um den Verkehrsraum nehme zu.
Minister wirbt für mehr Miteinander im Straßenverkehr
Dulig zufolge geht es beim Sicherheitsprogramm um «mehr Miteinander statt Gegeneinander». Das Konzept umfasst sechs Schwerpunkte. Verkehrssicherheit wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe definiert. Ein besonderes Augenmerk richtet sich auf Fußgänger und sichere Fußwege. Sachsen setze sich für sichere und barrierefreie Verkehrsanlagen ein, hieß es. Die Kommunen werden angeregt, breite Gehwege und sichere Übergänge zu schaffen. Im Zentrum stehen Kinder und Jugendliche. Etwa jeder fünfte Unfall mit Fußgängern betrifft diese Gruppe. Zudem geht es um sicheren Radverkehr inklusive Fahrradtraining in den Schulen.
Das Programm sei ein Rahmen, der nun gefüllt werden müsse, sagte der Minister. Die Arbeit der Verkehrswacht werde weiter gestärkt. An diesem Sonntag ist auf dem Sachsenring ein weiterer Verkehrssicherheitstag geplant. Dulig lobte das Format. Dort werde das Thema im Rahmen eines Volksfestes behandelt. Den ganzen Tag gibt es Präsentationen, die Verkehrssicherheit erlebbar und begreifbar machen sollen. Besucher können eine Fahrt im E-Auto, Wasserstoffauto oder mit dem Lastenrad ausprobieren. Wer einmal die Perspektive wechseln will, kann einen Bus oder Lkw steuern.
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