Der Autobauer Volkswagen hat in seinem Zwickauer Werk eine neue Logistikanlage in Betrieb genommen, die mehr Transporte von der Straße auf die Schiene verlagern soll. Konkret geht es um die Lieferung, Entladung und Lagerung von Batteriesystemen für Elektroautos. Die Anlage sei der letzte Baustein einer «grünen Logistikkette» von Polen über Braunschweig nach Sachsen, teilte das Unternehmen am Montag zum offiziellen Start mit. So sollen täglich 60 LKW-Transporte durch Züge ersetzt und jährlich rund 11 000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Allein am Standort Zwickau wurden den Angaben nach dafür rund 10 Millionen Euro investiert.
«Hier werden Energiewende und Klimaschutz ganz konkret realisiert», sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne). VW baue in Zwickau nicht nur Autos, die klimafreundlicher seien, sondern stelle auch die Produktion und Transporte entsprechend um. «Wir brauchen viele solcher Puzzleteile, wir brauchen solche Vorhaben in der gesamten Breite industrieller Fertigung und Logistik.» Gerade die Logistik könne viel zum Klimaschutz beitragen.