Das Deutschland-Ticket hat sich in Sachsen nach Einschätzung der fünf Verkehrsverbünde bewährt. Auf einigen Bahnstrecken konnten deutliche Zuwächse verzeichnet werden, wie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 habe es im Mai auf der Bahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig einen Zuwachs von mehr als 39 Prozent gegeben. Auch die Dresdner S-Bahn erzielte im Mai einen Zuwachs von mehr als 23 Prozent.
Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) meldete ähnliche Zahlen. Demnach lockten einige der Bahnunternehmen aufgrund des Deutschlandtickets 20 bis 25 Prozent mehr Fahrgäste an. «Wir sehen uns daher bestätigt in unserer Forderung an die politischen Entscheider bei Bund und Länder, nicht nur ein Deutschlandticket weiter zu finanzieren, sondern vor allem auch das Angebot zu ertüchtigen», sagte eine Sprecherin.
Dem Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) zufolge ist besonders in den Zügen der Länderbahnen und der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) ein Anstieg der Fahrgastzahlen spürbar. Der Verkehrsverbund schätze diesen auf etwa 20 Prozent, wobei der Anteil im ländlichen Raum, wo nur wenige Busse fahren, geringer sei als im Bahnverkehr oder in den größeren Städten.