Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden hat die von der Bundesregierung geplante Anhebung der Luftverkehrssteuer kritisiert und befürchtet Nachteile für den Flughafen Dresden. «Bereits jetzt rechnen die Fluggesellschaften mit spitzer Feder und optimieren ihre Kosten kontinuierlich. Wenn sich die Preise für die Fluggäste erhöhen, leiden darunter vor allem kleinere internationale Flughäfen wie Dresden», erklärte Thomas Ott, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kammer und zuständig für Verkehr. Der Airport habe schon jetzt mit den seit Corona geringeren Passagierzahlen zu kämpfen.
Laut Ott kommt erschwerend hinzu, dass das Bundesinnenministerium nicht am bisherigen Preisdeckel für die Luftsicherheitsgebühren festhalten will. «Zwar erscheint eine Erhöhung der Gebühren für den einzelnen Passagier von 10 bis 15 Euro zunächst nicht viel. Bei einem mit 200 Passagieren besetzten Flugzeug entstehen so aber pro Flug bereits bis zu 3000 Euro Mehrkosten für die Fluggesellschaft, die diese entweder selbst tragen oder an die Passagiere weitergeben müsste.» Da insbesondere Privatreisende auf Preissteigerungen sensibel reagierten, seien Ausweichbewegungen in Richtung Flughafen Prag beziehungsweise auf andere Verkehrsmittel erwartbar.