Keine der sächsischen Autobahnbrücken befindet sich in schlechtem Zustand. Das geht aus einer Analyse der Bundesgütegemeinschaft Instandsetzung von Betonbauwerken hervor.
Der Verein wertete dafür die jüngsten Tabellen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aus. Demnach erhielten im Freistaat alle 155 Autobahnbrücken mit mindestens 50 Metern Länge mindestens eine Bewertung von 2,9 (ausreichender Zustand).
Großteil mit befriedigendem Zustand
Die Bundesanstalt unterscheidet sechs Notenbereiche, je nach akuten Schäden und Abnutzungserscheinungen. Mit rund 70 Prozent sind ein Großteil der ausgewerteten Bauwerke in Sachsen dem Bereich 2,0 bis 2,4 zugeordnet, der einem befriedigenden Zustand entspricht. Mit gut (19 Brücken) oder sehr gut (5 Brücken) wurden 15,5 Prozent bewertet. In die beiden schlechtesten Bereiche 3,0 bis 3,4 (nicht ausreichend) und 3,5 bis 4,0 (ungenügend) fällt in Sachsen keine Brücke.
Im bundesweiten Vergleich schneidet Sachsen damit gut ab. Mehr als 10 Prozent der deutschlandweit rund 3.800 ausgewerteten Brücken wird mit nicht ausreichend oder ungenügend bewertet. Die meisten Brücken mit den Zustandsnoten 3,3 oder schlechter stehen laut Auswertung in Nordrhein-Westfalen (21) und Hessen (19).