Die Karpfensaison ist eröffnet: Rund 1700 Tonnen Speisekarpfen wollen Sachsens Fischwirte dieses Jahr aus ihren Teichen holen. Dabei könnten sie weit mehr verkaufen. «Die Nachfrage ist größer als das Angebot», sagte der Geschäftsführer des Landesfischereiverbandes, Andreas Stummer, der Deutschen Presse-Agentur. Für die Verbraucher bedeute das auch höhere Preise, zumal die Betriebe gestiegene Kosten weitergeben müssten. Laut Stummer dürfte der Aufschlag 20 Prozent und mehr betragen.
Zwar sind Karpfen wärmeliebende Fische, doch die Hitze und die lange Trockenheit hatten auch Folgen für die Teichwirtschaft. Mitunter sei das Wasser knapp geworden, berichtete der Fachmann. In einigen Fällen hätten Teiche deswegen notabgefischt werden müssen. Weniger Wasser bedeute auch, dass natürliche Feinde wie Kormoran, Fischotter und Reiher leichtes Spiel hätten. «Dann werden ihnen die Fische auf dem Silbertablett präsentiert.» Kormorane würden inzwischen die Zahl der Jungfische erheblich dezimieren. Deswegen habe es im Frühjahr gar nicht ausreichend junge Fische für den Besatz der Teiche gegeben.