Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Sachsen fordern vom Bund und dem Freistaat eine verlässliche Finanzierung von Innovationen im Mittelstand. Konkret geht es um das Bundesprogramm ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand), das bisher die Überführung von Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung in die betriebliche Praxis unterstützte. «Ohne Vorwarnung und Erklärung wurde das Programm am 7. Oktober ausgesetzt, seitdem verfügen viele Unternehmen über keinerlei Möglichkeit einer bezuschussten Technologieförderung mehr», sagte Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden und Sprecher der sächsischen IHK, am Mittwoch in Dresden.
Welchen Stellenwert das ZIM für sächsische Firmen habe, belege die hohe Nachfrage, hieß es: «Im Förderzeitraum 2015 bis 2020 wurden 516 Projekte mit sächsischer Beteiligung unterstützt. Sachsen rangiert in diesem Zeitraum bundesweit stets unter den Top 3 beim Umfang der bewilligten ZIM-Fördermittel.» Allein 2020 seien Mittelständlern hier Zuschüsse von 82 Millionen Euro bewilligt worden.