Immer mehr Menschen mit einem im Ausland erworbenen Berufsabschluss interessieren sich für eine berufliche Zukunft in Sachsen. Im Jahr 2025 lagen den zuständigen Stellen im Freistaat insgesamt 2.824 Anträge auf Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation vor. Das waren 117 Anträge beziehungsweise 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
Noch deutlicher wird die Entwicklung im längerfristigen Vergleich: 2022 waren lediglich 1.982 Anerkennungsanträge registriert worden. Innerhalb von drei Jahren stieg ihre Zahl damit um gut 42 Prozent. Ein Anerkennungsantrag bedeutet zwar noch nicht automatisch, dass die betreffende Person bereits in Sachsen arbeitet oder dauerhaft im Freistaat bleibt. Gerade bei reglementierten Berufen wie Pflegefachkraft, Arzt oder Lehrerin ist die Anerkennung jedoch eine zentrale Voraussetzung für den Berufseinstieg – und damit ein konkretes Signal für das Interesse am sächsischen Arbeitsmarkt.