Die Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen in Chemnitz und Dessau-Roßlau sollen geschlossen werden. Betroffen davon sind laut der Gewerkschaft Verdi 140 Mitarbeiter in Sachsen und 60 in Sachsen-Anhalt. Die Filialschließungen gehen auch aus einer internen Liste der Unternehmensgruppe hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Bis Ende Oktober sollen die Häuser noch betrieben werden», teilten die Arbeitnehmervertreter am Freitag mit. Danach sollten diese für mindestens sechs Monate in eine Transfergesellschaft zur Beschäftigung und Qualifizierung überführt werden.
«Welche Kriterien die Konzernspitze bei der Auswahl der zu schließenden Häuser angelegt hat, können wir nicht nachvollziehen», teilte Verdi-Landesbezirksleiter Oliver Greie mit. Beide Häuser hätten in der Vergangenheit ihre Umsätze gesteigert. Für die Arbeitnehmer in Dessau und Chemnitz sei die Situation doppelt schwer, hieß es. Zum einen seien sie teils seit Jahrzehnten bei dem Konzern beschäftigt, zum anderen gebe es eine Deckelung der Abfindungen, sprich weniger Geld.