Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Wirtschaft

Experte sieht in Hitze keine Gefahr für die Wirtschaft

Experte sieht in Hitze keine Gefahr für die Wirtschaft
Eine Studie im Auftrag das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hat einen Wirtschaftsschaden von 431 Millionen Euro pro Hitzetag errechnet. (Symbolbild) / Foto: Florian Gaertner/dpa/dpa-tmn
Von: DieSachsen News
431 Millionen Euro Verlust pro Hitzetag? Warum ein Experte trotzdem gelassen bleibt – und wie Büros und Baustellen auf die Hitze reagieren können.

Die zunehmende Hitze ist nach Einschätzung des Dresdner Wirtschaftsexperten Joachim Ragnitz keine Gefahr für die Wirtschaft. «Die Effekte sind vernachlässigbar», sagte der stellvertretende Leiter der Ifo-Instituts in Dresden. Die kurzfristigen Auswirkungen auf die Produktivität machen seinen Erläuterungen zufolge keinen entscheidenden Wertschöpfungsverlust aus, sondern können ausgeglichen werden.

Studie stellt 430 Millionen Euro Verlust pro Hitzetag fest

Eine Zahl sorgte zuletzt für Aufsehen: Laut einer Studie des Beratungsinstituts Prognos im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kostet ein einzelner Hitzetag, also ein Tag mit mindestens 30 Grad Celsius, die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro, knapp 97 Prozent davon wegen sinkender Produktivität. 

«Das klingt erstmal wahnsinnig viel», sagte Ragnitz. Gemessen am jährlichen Bruttoinlandsprodukt seien das aber nur 0,01 Prozent. Das sei quantitativ nicht so erschreckend. «Wenn man später mal mehr arbeitet, dann hat man das sofort wieder raus.» Selbst wenn es in diesem Jahr zehn Hitzetage gebe, sei das kein Riesenproblem.

Mehr aus dieser Kategorie

Langfristige Maßnahmen sinnvoll

Auf lange Sicht hält Ragnitz Arbeitsschutzmaßnahmen angebracht, um sich an die steigenden Temperaturen anzupassen - darauf ziele auch die Prognos-Studie ab. Für die Arbeit im Büro seien Klimaanlagen das Mittel der Wahl, in Branchen wie dem Straßenbau könne man die Arbeitszeiten verschieben und wie in Spanien lange Mittagspausen machen, dafür aber früher anfangen oder später aufhören.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Sachsen News
Artikel von

Sachsen News

Sachsen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media