Bei Opel in Eisenach wird nach über dreimonatiger Pause wegen Halbleitermangels seit Donnerstag wieder produziert. Die Chipkrise wird aber die Autohersteller in Sachsen und Thüringen nach Einschätzung von Branchenvertretern bis mindestens Mitte des Jahres beschäftigen. «Eine deutliche Entspannung ist da kurzfristig sicherlich nicht zu erwarten», sagte etwa der Geschäftsführer des Branchennetzwerks Automotive Thüringen, Rico Chmelik. Ähnlich äußerte sich der Geschäftsführer des Automotive Clusters Ostdeutschland mit Sitz in Leipzig, Jens Katzek.
«Mindestens das erste Halbjahr 2022 wird aufgrund anhaltender Lieferengpässe anspruchsvoll bleiben», teilte auch ein Sprecher von VW in Sachsen mit. Der Konzern setze aber auf eine schrittweise Erholung der Halbleiterversorgung im Jahresverlauf. An den Volkswagen-Standorten in Dresden, Chemnitz und Zwickau habe es 2021 jeweils an einer unteren zweistelligen Zahl der Arbeitstage Kurzarbeit gegeben. Auch eine Sprecherin von Porsche in Leipzig bezeichnete das erste Halbjahr 2022 als «sehr volatil». Kurzarbeit habe es aber bei der VW-Tochter in Leipzig bisher nicht gegeben.