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Blütenmeer über Kamenz

Blütenmeer über Kamenz
Die Rhododendronblüte auf dem Kamenzer Hutberg zieht jährlich tausende Besucherinnen und Besucher an. Foto: Philipp Herfort
Von: Matthias Stark
Der traditionsreiche Park auf dem Hutberg erstrahlt wieder in leuchtenden Farben. Besucher erwartet in den kommenden Wochen ein einzigartiges Natur- und Kulturerlebnis über den Dächern der Lessingstadt.

In Kamenz hat eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele der Oberlausitz begonnen: Auf dem Hutberg öffnen sich derzeit die ersten Blüten im traditionsreichen Rhododendron- und Azaleenpark. Mit dem Start der Blütezeit verwandelt sich der Hausberg der Lessingstadt in ein farbenprächtiges Panorama aus Weiß-, Rosa-, Rot-, Violett- und Gelbtönen. Je nach Wetterlage wird die Hauptblüte bis Ende Mai oder Anfang Juni andauern und zieht erfahrungsgemäß zahlreiche Besucher aus der Region und darüber hinaus an.

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Ein Gartenkunstwerk mit Geschichte

Der Hutberg ist weit mehr als ein gewöhnlicher Park. Seine heutige Gestalt geht maßgeblich auf den Kamenzer Pflanzenzüchter und Gartengestalter Wilhelm Weiße zurück, der die Anlage Ende des 19. Jahrhunderts prägte. Als königlich-sächsischer Hoflieferant legte er den Grundstein für die außergewöhnliche botanische Vielfalt, die den Park bis heute auszeichnet.

Die harmonische Verbindung von gestalteter Gartenkunst und natürlicher Landschaft macht den Hutberg zu einem besonderen Ort der Erholung. Geschwungene Wege führen durch dichte Blütenlandschaften, vorbei an alten Gehölzen und stillen Rückzugsorten, ein lebendiges Zeugnis historischer Gartenkultur.

Panorama, Natur und Genuss

Neben der floralen Pracht bietet der Hutberg weitere Höhepunkte: Der Lessingturm auf dem Gipfel eröffnet einen beeindruckenden Rundblick über die Stadt und die Westlausitzer Berge bis hin zur Heide- und Teichlandschaft.

Wer den Ausflug entspannt ausklingen lassen möchte, findet in der Hutberggaststätte eine passende Einkehrmöglichkeit. Besonders der Biergarten lockt mit naturnaher Atmosphäre – mitten im Blütenmeer.

Ein Geheimtipp sind die frühen Morgen- und späten Abendstunden: Dann sorgt das wechselnde Licht für eine besonders stimmungsvolle Kulisse, in der Farben und Formen der Blüten intensiv zur Geltung kommen.

Offenes Ausflugsziel mit besonderen Angeboten

Der Besuch des Rhododendronparks ist kostenfrei und jederzeit möglich. Parkmöglichkeiten stehen sowohl am Fuße als auch auf dem Gipfel des Berges zur Verfügung. Ergänzend bietet die Touristinformation in Kamenz Informationsmaterialien und Hinweise zu Rundwegen an.

Auch Veranstaltungen begleiten die Blütezeit: Öffentliche Führungen Mitte Mai, ein Hutbergkonzert sowie der „Tag der Parks und Gärten“ Ende Mai laden dazu ein, den „Blütenberg“ auf vielfältige Weise zu erleben.

Die kommenden Wochen gelten als beste Zeit für einen Besuch – wenn der Hutberg sich in seiner ganzen Farbenpracht zeigt und die Verbindung aus Natur, Geschichte und Erholung besonders eindrucksvoll erlebbar wird.

Weitere Informationen unter www.kamenz.de/gartenkultur.

Matthias Stark
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Matthias Stark

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