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Warum sind Waldbrände in der Gohrischheide ein Problem?

Waldbrand
In der Gohrischheide lagert viel alte Munition im Boden. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Wenn es in der Gohrischheide brennt, wird es für Feuerwehrleute gefährlich: Im Boden lagert alte Munition. Was das für die Löscharbeiten bedeutet.

Immer wieder kommt es in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg zu großen Waldbränden. Das heutige, mehr als 2000 Hektar große Naturschutzgebiet wurde bereits seit der Kaiserzeit militärisch genutzt – und genau das wird im Brandfall zum echten Problem.

Munitionsbelastung erschwert Löscharbeiten massiv

Im Boden liegt Altmunition, die von der früheren Nutzung als Truppenübungsplatz stammt. Sowohl während der Weltkriege als auch danach wurde das Gebiet militärisch verwendet. Wenn es brennt, wird das für die Feuerwehr gefährlich. Die Einsatzkräfte können sich mit ihrer normalen Löschtechnik nur auf offiziell als munitionsfrei geltenden Wegen bewegen, wie Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos) erläuterte. Das hat zur Folge, dass sie oft nicht einmal nah genug an die Brandherde herankommen.

Wiederkehrende Großbrände

Die Gohrischheide liegt nördlichen Sachsen. Diese Region gilt generell als besonders brandanfällig. Im Norden des Freistaates gibt es laut Sachsenforst einen hohen Anteil von Kiefern in den Wäldern. Deren vertrocknete Nadeln können sich leicht entzünden. Dazu kommen Waldschäden und frühere Brände: In der Gohrischheide gibt es außerdem laut Bürgermeister Pollmer viel Totholz. Auf früheren Brandflächen hat sich eine Art Buschlandschaft mit hohem Gras gebildet – die Brandlast sei deshalb sehr hoch.

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Warum die Munition nicht entfernt wird

2025 war in der Gohrischheide nach Einschätzung der Forstverwaltung der größte Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen ausgebrochen. Danach wurden politische Forderungen laut, das Naturschutzgebiet von der Altmunition zu befreien. Das Umweltministerium hatte zuletzt erklärt, einzelne Flächen von Munition befreien zu wollen. Eine vollständige Räumung des rund 2.000 Hektar großen Gebiets lehnte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) aus Kostengründen ab. Denn: Die Räumung eines Hektars kostet etwa eine Million Euro.

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