Immer wieder brechen in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg große Waldbrände aus. Das jetzige, mehr als 2000 Hektar große Naturschutzgebiet wurde seit der Kaiserzeit militärisch genutzt. Warum das im Brandfall ein großes Problem ist.
Munitionsbelastung erschwert Löscharbeiten massiv
Das Hauptproblem ist die im Boden liegende Altmunition aus der früheren Nutzung als Truppenübungsplatz. Sowohl während der Weltkriege als auch danach von der Sowjetarmee wurde das Gebiet militärisch genutzt. Brennt es, wird es gefährlich für die Feuerwehrleute. Die Einsatzkräfte können sich mit ihrer normalen Löschtechnik nur auf offiziell als munitionsfrei geltenden Wegen bewegen, wie Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos) erläuterte. Deswegen kommen sie oft an die Brandherde gar nicht nah heran.
Wiederkehrende Großbrände
Die Gohrischheide liegt nördlichen Sachsen. Diese Region gilt generell als besonders brandanfällig. Im Norden des Freistaates gibt es laut Sachsenforst einen hohen Anteil von Kiefern in den Wäldern. Deren vertrocknete Nadeln können sich leicht entzünden. Wegen der Waldschäden und vorheriger Bände gibt es in der Gohrischheide außerdem laut Bürgermeister Pollmer viel Totholz. Auf früheren Brandflächen hat sich eine Art Buschlandschaft mit hohem Gras gebildet. Deswegen sei die Brandlast sehr hoch.