Die Sorgen um munitionsbelastete Flächen in Sachsen werden auch 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges nicht kleiner. Nachdem im politischen Raum Forderungen nach einer Beseitigung militärischer Altlasten etwa in der Gohrischheide auftauchten, meldeten sich die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei zu Worten und wiesen auf Gefahren für die Natur hin.
Es geht nicht nur um Gefahrenabwehr, auch um Naturschutz
«Die schützende Hülle der Kampfmittel ist irgendwann durch Korrosion weg», sagte André Mauermeister, Leiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. So würden Inhaltsstoffe in den Boden eindringen - mit Konsequenzen für Fauna, Flora und das Wasser. Dann gehe es nicht mehr nur um Gefahrenabwehr, sondern um den Naturschutz. «Ich plädiere dafür, dass man sich diesem Thema kontinuierlich widmet.» Es gehe darum, eine Balance zu schaffen, einen Königsweg gebe es dabei nicht.