Sachsen sieht sich nach millionenschweren Investitionen in Technik für kommende Waldbrände besser gerüstet. Nach den verheerenden Waldbränden im Sommer 2022 hat der Freistaat drei neue Hubschrauber im Wert von insgesamt 60 Millionen Euro beschafft, von denen bereits einer übernommen wurde, teilte das Innenministerium mit. Die anderen beiden werden im vierten Quartal dieses Jahres erwartet. Die Helikopter würden unter anderem den Transport von bis zu 800 Litern Löschwasser oder die Rettung von Personen aus unwegsamem Gelände per Rettungswinde ermöglichen.
Investitionen auch in Fahrzeuge und Spezialtechnik
Laut Innenministerium wurden seither zudem mehr als 10 Millionen Euro in Fahrzeuge und Spezialtechnik zur Waldbrandbekämpfung investiert. Das betraf unter anderem 15 Tanklöschfahrzeuge Wald (TLF 3000) - ein speziell für die Bekämpfung von Waldbränden konzipiertes Fahrzeug - sowie sechs Großtanklöschfahrzeuge, fünf Kommandowagen und einen Einsatzleitwagen. Die ersten Fahrzeuge konnten bereits in Dienst gestellt werden, hieß es.
Auch auf kommunaler Ebene sei mit umfangreicher Förderung des Freistaates Spezialtechnik beschafft worden, teilte das Ministerium mit. Mit Blick auf eine ganzheitliche Konzeption zum Waldbrandschutz arbeite man in einem EU-Projekt zur Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden und klimabedingter Risikobewertung mit. «Durch neue Lehrgänge an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule wurden Multiplikatoren für die Einsatzkräfte in den Landkreisen und Kreisfreien Städte sowie Führungskräfte direkt für die Waldbrandbekämpfung ausgebildet.»