Der Tod eines Mannes nach einem Tiger-Ausbruch bei Leipzig ist auf die schweren Verletzungen zurückzuführen, die der 72-Jährige bei der Attacke der Raubkatze erlitten hatte. Das hat die Obduktion des Toten ergeben, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte. Zuvor hatte der MDR berichtet.
Laut dem vorläufigen Gutachten bestehe «aus rechtsmedizinischer Sicht ein kausaler Zusammenhang zwischen den Tigerbissverletzungen und dem Versterben des Geschädigten», so die Staatsanwaltschaft. Der Pfleger starb demnach an den zahlreichen Verletzungen, die ihm der Tiger am 17. Mai zugefügt hatte. Das entlaufene Tier war von der Polizei erschossen worden.
Der Mann war am 10. Juli im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er die ganze Zeit nicht vernommen werden können. Bei dem 72-Jährigen handelte es sich um den Helfer der Besitzerin des Tigers, einer ehemaligen Dompteurin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Frau wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassung.