Mit Blick auf Großereignisse wie die Waldbrände im Sommer 2022 in Sachsen gibt es nach Angaben von Innenminister Armin Schuster (CDU) im Bereich Krisenstäbe auf allen Ebenen noch Verbesserungspotenzial. Der Nachholbedarf sei mit zunehmender Höhe von der Basis bis zum Ministerium «erkennbar größer», sagte er am Mittwoch bei einem gemeinsamen Besuch in der Sächsischen Schweiz mit Umweltminister Wolfram Günther (Grüne). Vor Ort wurden die Einsätze sehr gut gemanagt, das sehe auch die Waldbrandkommission so. Nach Manöverkritik von der untersten kommunalen Ebene bis ins Ministerium gebe es aber «was zu tun».
Laut Schuster braucht Sachsen Großtechnik, speziell für Waldbrände, Drohnen- und Wärmebildtechnik, die in sehr unwegsamem Gelände «Gold wert» sei. Und man müsse sich besser auf die Boden-Luft-Bekämpfung einstellen. Um die für die Beschaffung zur Verfügung stehenden 30 Millionen Euro auszugeben, «brauchen wir ein bis drei Jahre». Man sei aber bereits besser gerüstet, Ausbildung und Schulung etwa in Krisenmanagement geschärft. Schuster forderte zugleich die Bevölkerung auf, Waldbrände verhüten zu helfen. «Schon die weggeworfene Kippe kann zu viel sein.»