Nur wenige Minuten nach dem Freispruch für fünf Mitglieder der Letzten Generation vom Vorwurf der Nötigung haben Klimaaktivisten am Dienstag eine Hauptverkehrsstraße in Leipzig blockiert. Elf Frauen und Männer setzten sich auf eine Kreuzung und protestierten gegen die Folgen der Klimakrise.
Mit dem Eintreffen der Polizei klebten sich nach Angaben der Beamten acht Klimaaktivisten mit den Händen an der Straße fest, drei saßen nur auf der Straße. Darunter waren auch drei der eben erst Freigesprochenen. Zuvor hatten bereits zwei Autofahrer versucht, die Demonstranten gewaltsam von der Straße zu ziehen. Erst nach mehr als zwei Stunden konnten die blockierten Fahrbahnen wieder freigegeben werden, wie die Polizei auf Anfrage mitteilte. Gegen die Demonstranten wird wegen Nötigung ermittelt.
Zuvor waren am Dienstag fünf Mitglieder der Letzten Generation vom Vorwurf der Nötigung nach einer Sitzblockade im Vorjahr vom Amtsgericht Leipzig freigesprochen worden. Die drei Frauen und zwei Männer hatten Mitte Juni vergangenen Jahres eine Hauptverkehrsstraße im morgendlichen Berufsverkehr blockiert. Für mehrere Minuten war es zu Verkehrsbeeinträchtigungen gekommen.